Rieselfeld Freiburg

Die Bebauung des Rieselfeldes in Freiburg ist gegenwärtig eine der größten Stadterweiterungen in Deutschland. In Projektgemeinschaft mit der Planungsgruppe Süd- West (Lörrach), Prof. Morlock (Schallstadt) und dem Landschaftsarchitekten Bernd Meier (Freiburg), konnten wir den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb 1992 für uns entscheiden. Nach Fertigstellung des neuen Stadtteils im Jahre 2010 werden hier rund 10.000 Menschen wohnen. Die wichtigsten Infrastruktureinrichtungen wie Stadtbahnanschluss, Gymnasium, Grundschule, Kindergärten, Kirchen und Einzelhandel etc. stehen jetzt schon weitgehend zur Verfügung. Eine Vielzahl von ökologischen Zielen sind im Rieselfeld verwirklicht worden, das sich weniger als Siedlung, sondern vielmehr als urbaner Stadtteil mit vielfältiger Nutzungsmischung begreift. Der bis in die Innenstadt hineinreichende landschaftliche Freiraum der Dietenbachniederungen reicht durch den Grünkeil bis in das Zentrum des Stadtteils. In diesem Freiraum sind die öffentlichen Einrichtungen und die Sportanlagen angeordnet. Läden, Dienstleistungen und Arbeitsplätze hingegen konzentrieren sich entlang der Stadtbahnachse, die durch ihre zentrale Lage dem öffentlichen Nahverkehr im Rieselfeld Vorrang einräumt und mit den begleitenden dichten Blockstrukturen das Rückrat bildet. Durch den Grünkeil und die Stadtbahnachse gliedert sich der Stadtteil in vier gleichwertige und annähernd gleich große Quartiere mit unterschiedlichen Rändern:

  • Der Wohnbogen im Nordosten als städtebaulich ausgeprägter Rand, der gleichzeitig Lärmschutzfunktion hat.
  • Das Gewerbe- bzw. Mischgebiet für Dienstleistungen und Handwerk in  Anbindungen an das Gewerbegebiet “Auf der Haid”
  • Die Bebauung zum westlich anschließenden Naturschutzgebiet als offene, in die Landschaft überleitende Bebauung als weicher Übergang
  • Das stark introvertierte Wohnquartier im Übergang zum Mooswald.