Sanierung Rotteck-Gymnasium

Das Rotteck-Gymnasium ist eines der ältesten und zugleich größten Gymnasien Freiburgs. Es ist in seiner 166jährigen Schulgeschichte mehrfach umgezogen. Das Schulgebäude an der Lessingstraße stammt aus dem Jahr 1970 und wurde im Jahr 2009 grundlegend saniert. Zusammen mit dem parallel stattfindenden Neubau der angrenzenden Dieter-Wetterauer-Sporthalle war dies mit rund 21 Millionen Euro eines der größten Schulprojekte im Sanierungs- und Investitionsprogramm der Stadt Freiburg.

Die Schulanlage setzt sich aus einem zweigeschossigen, terrassierten Sockelbau und einem frei darüberstehenden, zweigeschossigen „Turm“ zusammen. Im Herzen des Gebäudekomplexes befindet sich eine zentrale Halle, die sich über alle Ebenen erstreckt und für Veranstaltungen genutzt wird. Variantenreiche Sichtbeziehungen und verschiedene Materialien wie Sichtbeton, Betonwerkstein aus Flusskieseln und Holz verleihen dem Schulhaus seinen besonderen Charakter.

In drei Bauabschnitten wurde die Schule technisch, funktional und energetisch an einen zeitgemäßen Schulbetrieb angepasst: Im Anschluss an die Schadstoffsanierung und Behebung der Bauschäden erfolgte die energetische Verbesserung durch Holz-Aluminium-Fenster, Wärmedämmverbundsystem, sowie eine neue Dacheindeckung. Die Haustechnik wurde mit einer Einzelraumregelung der Heizung, EDV und „Smartboards“ in jedem Klassenraum erneuert, der Brandschutz verbessert, und die Räume wurden mit hochwertigen revisionierbaren Akustikdecken und Parkett ausgebaut. Das Raumprogramm wurde verbessert: die naturwissenschaftlichen und technischen Bereiche sind näher zusammengerückt, die Schule hat nun eine neue Mensa innerhalb der vorhandenen Kubatur, der bisher unzureichende Verwaltungsbereich wurde komplett umgestaltet. Die Außenflächen wurden aufgewertet und besser nutzbar gemacht. So wurde die bisher unzugängliche Südseite entlang des Kronenmühlbachs als zusätzliche, naturnah gestaltete Pausenhoffläche erschlossen.